In einer Zeit, in der industrielle Automatisierung die Fertigung von Uhren am Fließband ermöglicht, bleiben bestimmte Veredelungen der Haute Horlogerie ausschließlich der menschlichen Hand vorbehalten. Das Handanglieren ist dafür das beste Beispiel.
Diese Technik besteht darin, die Kante einer Uhrenbrücke im strikten Winkel von 45 Grad anzuschrägen und diese Fläche anschließend zu polieren, bis ein perfekter Spiegeleffekt entsteht. Maschinen bereiten diese Arbeit vor, und die Automatisierung macht Fortschritte (CNC, unterstützte Schleif- und Polierverfahren); bei Innenwinkeln bleibt das Ergebnis eines von Hand angleurierten Winkels jedoch in Serie schwer erreichbar. Die abschließende Politur erfolgt traditionell mit Polierscheiben aus Enzianholz, die mit mikroskopisch feiner Schleifpaste getränkt sind.
Diese kunstvollen Veredelungen sind die optische Signatur der größten Schweizer Manufakturen und verleihen den Werken einen unvergleichlichen ästhetischen Wert.
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